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Mit Tasten und Pauken

1. Mini - Klavierakademie an der ZMS Neusiedl am See

Vor 8 Jahren als Pilotprojekt begonnen, zählt die Klavierakademie heute zu einem fixen Bestandteil des Klavierunterrichts im Burgenländischen Musikschulwerk. Mindestens 4x im Schuljahr treffen sich die besten Klavierschülerinnen und Klavierschüler mit ihren Lehrenden zu einem intensiven Arbeitstag am Institut Oberschützen der Kunstuniversität Graz. Seither durchlaufen sämtliche Preisträgerinnen und Preisträger in den oberen Kategorien bei den Klavierwettbewerben vorab diese Akademie.

 

Um diese Sonderform des Klavierunterrichts auch für ganz junge Kinder zu öffnen und einzurichten, fand am Samstag, den 26. Januar 2019 an der Zentralmusikschule Neusiedl am See die 1. „Mini – Klavierakademie“ statt. Da es sich um ein Experiment handelte, waren zunächst nur Kinder aus der Klavierklasse Gebhard Rauscher eingeladen. Drei Kinder wurden ausgewählt und das Projekt für ca. 2 Stunden konzipiert. Es ging vor allem darum, den „normalen“ Unterrichtsalltag zu durchbrechen und mit einer Mischung aus intensivem Einzel- und lustvollem Gruppenunterricht zu ergänzen.

 

Obwohl ein Kind kurzfristig erkrankte, war das Experiment sehr lehrreich. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug und es hätte noch viel, viel länger dauern dürfen. 

 

Es begann mit einer Überraschung. Das Laptop wurde aufgeklappt und gemeinsam haben wir uns ein Video aus der Fernsehshow TV – Total mit Stephan Raab angesehen. Dort spielten zwei sogenannte Wunderkinder (4 und 10 Jahre) Klavier. Besonders begeistert waren Annika und Jakob von dem 4 – jährigen Buben, der eine Sonatine von Clementi spielte. Das war wirklich beeindruckend.

 

Jetzt hatten Annika und Jakob große Lust selber zu spielen. Im Unterricht mit ihrem Klavierlehrer drehte sich dann alles um das richtige Üben. So wurde für jedes Kind eine bestimmte Stelle im Klavierstück ausgesucht. Danach mussten beide ca. 20 Minuten lang alleine üben. Dann gab es ein kurzes Vorspiel und es war sehr schnell klar, was noch geübt werden muss.  Es folgte eine weitere Übephase. Da niemand sonst in der Musikschule war, standen uns dafür die besten Klaviere im Haus zur Verfügung.

 

Nun folgte die nächste Überraschung. Eine große Schwachstelle bei fast allen Klavierschülerinnen und Schülern ist der Rhythmus. Also stand Rhythmustraining auf de Programm. In der Schlagzeugklasse entdeckten wir zwei schöne, große Pauken. Na das war ein Spaß. Und der Rhythmus funktionierte plötzlich wie am Schnürchen.

 

Zum Abschluss der Mini – Akademie spielten Annika und Jakob ihren Eltern noch ein kurzes Konzert vor. Viel zu schnell sind die zwei vergangen. Beide wollen das nächste Mal selbstverständlich wieder dabei sein.

 

Gebhard Rauscher

Bei der 1. Mini - Klavierakademie gab es zunächst ein kleines Frühstück. Jakob hat uns von seiner Oma ein Nuss-Kirschen-Brot mitgebracht.

Die Mini - Klavierakademie begann nicht mit Klavier spielen, sondern mit einer Überraschung: ein Video.

Fernsehauftritt eines 4 - jährigen Wunderknaben. Der Bub spielte eine Sonatine von Clementi.

Annika und Jakob waren begeistert von dem kleinen Virtuosen.

Annika und Jakob spielten sich gegenseitig ihre Klavierstücke vor. Danach gab es eine Übephase von ca. 20 Minuten.

Annika übte ganz alleine im Zimmer 14.

Jakob hatte den Flügel im Zimmer 7 für sich.

Rhythmustraining in der Schlagzeugklasse.

Das war ein Spaß!

Jetzt funktionierten sogar die kompliziertesten Rhythmen.