Seite teilen:

14. Burgenländischer Blockflötentag

unter dem Motto „Dancing Queen“

Ein Blockflötenfest voller Klang, Bewegung und Begeisterung

Am 17. und 18. April 2026 verwandelte sich das Burgenland erneut in ein Zentrum der Blockflötenmusik: Der bereits zum 14. Mal stattfindende Burgenländische Blockflötentag stand heuer unter dem schwungvollen Motto „Dancing Queen!“. Das bewährte Kooperationsprojekt der burgenländischen Musikschulen und der Joseph Haydn Privathochschule wurde von Lorina Vallaster (Musikschulen Burgenland) und Eva Leonie Fegers (JHP) mit großem Engagement geleitet.

Rund 150 Teilnehmer:innen – von den ersten musikalischen Schritten bis hin zu professionellen Musiker:innen – nahmen an der Veranstaltung teil und reisten dabei auch aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich an. Auch Studierende und Lehrende nutzten die Gelegenheit, die zugleich als Fortbildung anerkannt ist, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln und auszutauschen.

Der erste Veranstaltungstag in der JHP am 17. April stand ganz im Zeichen der Ensemblearbeit. Drei Workshops boten differenzierte Zugänge für unterschiedliche Spielniveaus. Die Anfänger:innen-Gruppe, betreut von Maria Magdalena Kristensen, umfasste rund 30 Kinder. In einem liebevoll und fachkundig gestalteten Workshop konnten die jungen Musiker:innen die Freude am gemeinsamen Musizieren entdecken – mit Blockflöten, Gesang und sogar choreografischen Elementen.

Die leicht fortgeschrittenen Schüler:innen arbeiteten unter der Leitung von Sonja Koch, die es verstand, eine besondere Musizierfreude zu entfachen. Mit kreativen Ideen – etwa Tanzelementen in einer Gavotte von Praetorius – wurde Musik hier unmittelbar erlebbar gemacht.

Für die fortgeschrittenen Teilnehmer:innen leitete Karin Hageneder ein Ensemble, aus dem sie mit feinem Gespür eine beeindruckende Klangschönheit hervorlockte. Selbst rhythmisch anspruchsvolle Werke wurden mit bemerkenswerter Leichtigkeit erarbeitet

und präsentiert. Am zweiten Tag, dem 18. April, stand das große Blockflötenorchester im Mittelpunkt. Im Kulturzentrum Eisenstadt probten rund 60 Spieler:innen unter der erfahrenen Leitung von Thomas List. Das außergewöhnliche Orchester spannte einen klanglichen Bogen von Sopranino- bis hin zur Subkontrabassblockflöte und erarbeitete ein abwechslungsreiches Programm – von Lully über Werke von Brahms und Warlock bis hin zu ABBA.

Das fulminante Abschlusskonzert am 18. April brachte schließlich den ausverkauften großen Saal des Kulturzentrums Eisenstadt zum Beben – und sogar zum Tanzen. Unterstützt von Sobin Jo an Klavier und Cembalo sowie den drei Perkussionisten Alexander Wolf, Leo Michalitsch und Martin Weninger entstand ein facettenreiches Klangbild. Die Ensemblebeiträge wurden durch stimmungsvolle Interludien von Anna und Julia Krenn kunstvoll miteinander verwoben. Ein besonderes Highlight des Konzertes war die Interpretation des Hits „Dancing Queen“ von ABBA, bei der die Gesangssolistin Ursula Brandstätter (Studierende an der JHP) gemeinsam mit dem Orchester für mitreißende Stimmung sorgte. Insgesamt beeindruckte das Orchester durch einen prächtigen, kraftvollen und zugleich lebendigen Klang, der das Motto des Wochenendes perfekt widerspiegelte. Auch die Blockflötensolist:innen konnten mit ihren feinsinnig erarbeiteten Soli im Zusammenspiel mit dem Orchester glänzen und setzten musikalische Akzente.

Mit thematisch stimmigen Moderationen führte Sabrina Mauer professionell durch das Konzert. Auch Tobias Seehaus griff immer wieder zum Mikrofon und brachte sich mit abwechslungsreichen Moderationspassagen ein. Sichtlich begeistert dankte das Publikum allen Musiker:innen mit lang anhaltendem, tosenden Applaus.

Der Burgenländische Blockflötentag 2026 überzeugte einmal mehr als herausragendes musikalisches Großereignis – getragen von hoher künstlerischer Qualität und einer beeindruckenden Organisation. Ein engagiertes Team, geleitet von Lorina Vallaster, koordinierte das Projekt mit großem Einsatz. Ein wesentlicher Anteil am Gelingen kommt den zahlreichen Lehrenden, die tatkräftig mitwirkten, auf und hinter der Bühne. Ohne ihren Einsatz wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Seite teilen: